Was ich gerade bei F!XMBR und der Tagesschau vernahm, schien für mich zuerst wie ein äußerst verspäteter Aprilscherz, aber es ist wohl war. Die Regierungskoalition will Gotcha-Spiele in Form von Paintball- und Laser-Wettkämpfen in Deutschland verbieten, weil sie sittenwidrig seien. Das ist doch wirklich nicht zu glauben. Was kommt als nächstes? Will man kleine Kinder in den Gärten ihrer Eltern oder in den Stadtparks verhaften, weil sie Räuber und Gendarm spielen und mit ihren Fingerpistolen aufeinander "schießen"? Purer Aktionismus der zeigt wie wenig die Regierungskoalition es schafft die wirklichen Probleme dieser Zeit zu lösen, sodass sie sich genötigt fühlt mit absurden Aktionen von ihrer Unfähigkeit abzulenken, wodurch in meinen Augen sich dieses Bild der Inkompetenz eigentlich noch mehr verstärkt. Menschen werden nicht zu Amok-Tätern, weil sie Gotcha oder Ego-Shooter am Computer spielen, sondern dann, wenn sie ein Problem mit ihrem sozialen Umfeld haben. Aber zunehmenden Druck in Schule und Beruf und ähnliche Gesellschaftliche Katastrophen welche durch das Versagen der Politik wesentlich mit verschuldet wurden, wird scheinbar kaum etwas bis gar nichts getan. Klar, wozu das Fass abschröpfen, welches zu Überlaufen droht, wenn man doch etwas einfacher eventuell ein paar Tropfen abfangen kann. Und nebenbei kann man die Rechte der Bürger so zurecht stutzen, dass man sie nach und nach immer kleiner und wehrloser machen kann. Ich glaube ich muss bald mal in den Gefahrstufen-Indikator links auf der Seite neue Kategorien einfügen. Einfach nur unglaublich...
Donnerstag, 7. Mai 2009
Und wieder mal Aktionismus vom Feinsten...
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Kommentare
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Ich mach noch nen Punkt auf der Indizien-Liste für meine These, dass der genannte Aktionismus besonders häufig und medienwirksam vor Wahlen stattfindet. Wenn sie denn wenigstens bei den falschen, überall an irgendeiner Stelle völlig unhaltbaren Wahlversprechen blieben, aber nein, man muss ja Handlungsbereitschaft zeigen.
Andererseits: dass ohne solchen Aktionismus gar nichts mehr gemacht wird, unterstreicht die Unfähigkeit noch einmal. Und den Namen "Volksvertreter" ... naja, auch in kleineren Gremien (kommunale Ebene u.ä.) werden von gewählten selbigen scheinbar ihre Aufgaben etwas verkannt: im positivsten Fall tun sie noch das, wovon sie denken, dass es das beste für ihre Wähler ist. Sie sollten aber das tun, was ihre Wähler *wollen*. Aber dazu müsste man sie ja fragen...
#1
Luttz
(Homepage)
am
07.05.2009 22:02
(Antwort)



